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Martina Meuth - Bernd Neuner-Duttenhofer 

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten beide als Journalisten im Bereich Essen und Trinken.

76 haben sie sich kennen gelernt, seit fast 30 Jahren leben sie zusammen in einem als gastfreundlich bekannten Haushalt.

Seit 24 Jahren sind sie verheiratet - trotz der unterschiedlichen Namen, weil sie, Martina, den eigenen, beim Publikum und in Fachkreisen bekannten Namen behalten wollte und nicht mit dem Namens-Ungetüm von Bernd – von ihr und seinen Freunden allerdings stets mit dem viel besser zu ihm passenden Spitznamen Moritz genannt – eintauschen wollte.

Martina ist in einem Haushalt groß geworden, in dem das Essen keine Lust bereiten durfte, sondern der Erhaltung der Körperkräfte diente. Also eine "richtige", "natürliche", "wertvolle" Ernährung . Für Raffinesse war wenig Raum.
Moritz wuchs am Rande des Schwarzwalds auf, also ganz auf dem Lande. Gute Grundprodukte waren für ihn immer etwas Selbstverständliches – Salate, Kräuter und Gemüse aus dem Garten, Milch, Eier und Geflügel von den benachbarten Bauern. Gut zu essen war alltägliches Streben, bedeutete Lebensfreude.
Martina hatte schon früh ihre Liebe zu Italien entwickelt und mit ihrem ersten Mann das Land bis nach Sizilien durchkämmt wo sie die einfache, bodenständige Küche der italienischen Mamas lieben lernte. Pasta und Risotti gehören seither zu ihren Lieblingsgerichten.
Moritz studierte in München Theatergeschichte, Soziologie und Kunstgeschichte – und erlitt einen Schock, als er das erste Mal in der Mensa essen sollte: Was dort auf den Tisch kam, konnte er nach bisherigen Erfahrungen nur als für den menschlichen Verzehr ungeeignet betrachten! So kaufte er bald auf dem zu recht berühmten Viktualienmarkt ein, kochte für ihn und seine Freunde in einer winzigen Küche.
Martina absolvierte die Münchner Journalistenschule, ging dann als Textredakteurin zur Frauenzeitschrift "freundin". Bald wechselte sie ins Kochressort, dessen Leitung sie schließlich übernahm – „ich habe immer gerne gekocht und gut gegessen, konnte also einige Erfahrung einbringen“. Mit ihren Kolleginnen erarbeitete sie Ideen zur Gästebewirtung, praktische und köstliche Menüs, von einfach und bescheiden für junge Frauen bis zu aufwendig und eindrucksvoll für gestandene Gastgeberinnen.
Moritz wurde das Kochen immer wichtiger. er begann eine Küchenbibliothek aufzubauen, die inzwischen, dank der Verschmelzung mit Martinas Sammlung, einen stattlichen Umfang hat. Damals entdeckte er die bürgerliche deutsche Küchentradition von Davidis und Prato, die Rezepte von Clemens Wilmenrod, Arne Krüger und vor allem Ulrich Klever. Und die in Frankreich entwickelte und über ganz Europa verbreitete großbürgerliche und höfische Küche, die Kochkunst. Das Weber'sche Universallexikon, das Lexikon der Speisen und Getränke von Blüher-Petermann, die klassischen Standardwerke von Escoffier und Pellaprat wurden studiert und erkocht, "Forelle blau und schwarze Trüffeln" von Joseph Wechsberg die Bibel für den beginnenden Feinschmecker. Als er dann eine Französin heiratete und sich ganz nach Frankreich orientierte, ein Jahr in Paris lebte, wurde er vollends zum Anhänger der französischen Küche und Kochkunst.
Martina übersetzte und bearbeitete neben ihrer Arbeit bei der "freundin" mehrere Kochbücher und schrieb eine Kochschule. Schon zu Beginn der siebziger Jahre entdeckte sie ihre Leidenschaft für die asiatischen Küchen, besonders für die chinesische und thailändische. Ein zweimonatiger Arbeitsaufenthalt in Singapur, wo sämtliche Küchen Asiens nebeneinander existieren, schuf die Basis ihres Wissens um die Zubereitungsarten der verschiedenen Landesküchen.
Mehr durch Zufall als durch eifriges Bemühen bot sich Moritz 1975 die Gelegenheit, bei drei Verlagen je ein Kochbuch herauszubringen. Er brach das Studium ab und wurde Leiter des Kochressorts und später auch stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift "Meine Familie und Ich". Im Mittelpunkt der Arbeit dort stand die alltägliche Küche für die Familie, einen durchschnittlichen Haushalt.
1976 besorgte ich die Übersetzung und Bearbeitung des bahnbrechenden Buches "La Cuisine du Marché" (deutsch "Die neue Küche") von Paul Bocuse, schließlich betreute ich auch die wichtigsten Bücher von Eckart Witzigmann. Dabei erwarb ich ein umfassendes Wissen um Art und Wesen der Nouvelle Cuisine.
1985 haben beide sich als Journalisten selbständig gemacht, zogen auf das Duttenhofer'sche Apfelgut, Moritz‘ Elternhaus, am Rande des Nordschwarzwaldes und schrieben für viele Zeitschriften.
Seit 1986 produzieren sie die Reihe "Kulinarische Landschaften" im Droemer Verlag, seit 2005 in der COLLECTION ROLF HEYNE – 15 Bände sind inzwischen erschienen, zuletzt SÜDTIROL und ADRIA.
1988 kam ein neues Medium hinzu, haben wir unsere eigene Fernsehsendung, erst als Ratgeber "Essen und Trinken" in der ARD, jetzt im Rahmen der „Servicezeit Essen und Trinken“ im Westdeutschen Fernsehen
Seit 1994 geben sie auch Kochkurse bei sich zu Hause (drei Jahre lang auch in der Toskana). Das hat ihnen enorme Erfahrungen eingebracht, weil sie ganz direkt lernen konnten, welche Kenntnisse sie bei ihren Kursteilnehmern voraussetzen können. Seit 2008 gibt es auch Kompaktkurse, die wie der Kochtag der Seminare in einer neuen, höchst komfortabel ausgestatteten, im alten Farrenstall des Dorfes untergebrachten Küche stattfinden.
1997 veröffentlichten sie DAS KOCHBUCH (bei Droemer), mit dem sie Einblick in ihr kulinarisches Schatzkästlein gegeben. Jetzt ist es bei der COLLECTION ROLF HEYNE unter dem Titel DER GROSSE MEUTH NEUNER DUTTENHOFER
Die ersten Begleitbücher ("Kochen mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer", "Bitte zu Tisch", "Lieblingsgerichte", "Kochen mit Vergnügen" und "Kochen für Gäste") erschienen im Walter Rau Verlag, die aber längst vergriffen sind.
Die weiteren Bände erschienen bei Droemer: KOCHEN FÜR FREUNDE, KOCHEN NACH DEN JAHRESZEITEN, KOCHVERGNÜGEN, HAUPTSACHE GEMÜSE. Alle Bände lieferbar. teilweise von Weltbild als preiswerte Sonderausgabe.
Seit 2004 erscheinen die Bücher bei der vgs - LAUTER LEIBGERICHTE und EINFACH DAS BESTE. 2006 kam KOCHEN MIT LEIDENSCHAFT heraus, 2007 ALLES WAS WIR MÖGEN! 2008 folgte RICHTIG GUT KOCHEN sowie als Sonderband zum 20-jährigen Bestehen unserer Sendung DAS BESTE aus 20 Jahren TV! Der vorletzte Band (Februar 2009) heißt GANZ NACH UNSEREM GESCHMACK, im Februar 2010 erschien SO SCHMECKT'S BEI UNS!
Im Herbst 2005 folgte "Andrea Camilleris sizilianische Küche - die kulinarischen Leidenschaften des Commissario Montalbano", erschienen bei Lübbe. Da beschreiben sie in Anlehnung an Camilleris berühmten Kommissar und seine auch kulinarisch interessanten Kriminalromane Sizilien und seine Küche - eine Mischung aus Lese-, Koch- und Reisebuch.
Ihr neuestes Buch erschien ebenfalls bei LÜBBE: "Wo die glücklichen Hühner wohnen", worin sie über die Qualität von Produkten schreiben. Das Buch, so wurde ihnen von vielen Seiten bestätigt, ist ein wichtiger und ausnehmend umfassender, nicht ideologisch getönter Beitrag zur Diskussion um unsere Ernährung. Sie unterziehen die Beschaffenheit und Transparenz der gesetzlichen Vorschriften und Herkunfts-, Qualitäts- oder Bio-Siegel einer genauen Untersuchung, überprüfen die Realität am jeweiligen Produkt und geben damit Tipps zum richtigen Einkauf. Es geht schließlich nicht nur um das richtige und das falsche Essen,sondern um die Qualität unserer Grund- und Genussnahrungsmittel.