Nicht nur eine schöne Theke: Wie der richtige Ladenbau Feinkost in Szene setzt

Nicht nur eine schöne Theke: Wie der richtige Ladenbau Feinkost in Szene setzt

Bei Feinkost und Fleischwaren entscheidet nicht nur der Geschmack darüber, ob Kunden gerne zugreifen. Schon vor dem ersten Probieren wirken die Präsentation der Produkte und die Atmosphäre auf die Gäste. Wie wichtig durchdachter Ladenbau ist, erklärt der Experte Michael Mayer am Beispiel von Feinkost Kugler. AHA360° ist als Marke der AHA GmbH seit 28 Jahren das Unternehmen Mayers. Der Ladenbauspezialist sitzt mit eigener Schreinerwerkstatt in Gersthofen bei Augsburg.

Warum Warenpräsentation bei Feinkost so wichtig ist

Frage: Herr Mayer, welche besondere Aufgabe hat der Ladenbau bei Metzgereien und Feinkostgeschäften?

Antwort: „Lebensmittel müssen appetitlich wirken und zeitgleich sinnvoll präsentiert werden. Gerade wenn es um Waren wie Wurst und Käse, aber auch Antipasti und andere Spezialitäten geht, spielt die Frischetheke eine wichtige Rolle. Dazu kommen passende Regale, Präsentationsflächen und professionelle Geräte für feine Aufschnittwaren. Am Ende muss alles zusammenpassen, denn auch die Mitarbeiter sollen effizient arbeiten können.“

Frage: Wie kann man das bereits bei der Planung berücksichtigen?

Antwort: „Man darf nicht nur die spätere Einrichtung betrachten. Bei einem ganzheitlichen Ladenbau mit AHA360° spielen beispielsweise die Warenpräsentation, die Beleuchtung, Laufwege und Arbeitsbereiche eine Rolle. Kunden sehen am Ende einen fertigen Laden. Dahinter stecken aber viele einzelne Entscheidungen, die möglichst früh aufeinander abgestimmt werden müssen.“

Feinkost Kugler verbindet Einkaufen und Genießen

Frage: Wie sieht ein solches Konzept in der Praxis aus?

Antwort: „Ein gutes Beispiel ist der Manufakturverkauf von Feinkost Kugler in Vaterstetten. Dort entstand zum 50-jährigen Firmenjubiläum ein rund 250 Quadratmeter großer Verkaufsraum, dessen Mittelpunkt die neun Meter lange Theke ist. Sie bietet genug Platz, um Antipasti, Käse und andere Spezialitäten appetitlich und übersichtlich zu präsentieren.

Frage: Gleichzeitig gibt es dort auch Sitzplätze. Warum wurde beides miteinander kombiniert?

Antwort: Der Laden soll eben nicht nur eine Verkaufsstelle sein. Warme Holzelemente treffen hier auf den modernen Industrial-Style und für Kunden wurden 40 Sitzplätze geschaffen. Die Menschen können kommen und einkaufen, aber auch genauso gut vor Ort bleiben und genießen. Gerade bei Feinkost lässt sich so aus einer reinen Verkaufsfläche ein Ort mit Aufenthaltsqualität machen.

Auch hinter der Theke muss das Konzept funktionieren

Frage: Wie wichtig sind die Arbeitsabläufe für die Planung?

Antwort: „Sehr wichtig sogar, denn die schönste Verkaufstheke hilft wenig, wenn die Mitarbeiter unnötig lange Wege zurücklegen oder sich Arbeitsbereiche gegenseitig behindern. Sinnvoll geplante Verkehrswege und eine passende Beleuchtung gehören deshalb genauso zur Raumplanung wie das Design.“

Gute Gestaltung kann den Verkauf unterstützen

Frage: Kann Ladenbau wirklich beeinflussen, wie der Kunde kauft?

Antwort: „Natürlich kann die Gestaltung dabei unterstützen. Produkte brauchen eine Bühne, dürfen den Kunden aber nicht erschlagen. Eine große Theke lenkt den Blick auf das Kernsortiment, weitere Produkte lassen sich so platzieren, dass Kunden sie beim Rundgang entdecken. Dazu kommen Beleuchtungskonzepte, die Farben und Strukturen von Lebensmitteln sichtbar machen können.

Frage: Was macht für Sie am Ende einen gelungenen Feinkostladen aus?

Antwort: „Es geht um Kombinationen. Die Ware muss hochwertig präsentiert werden, Mitarbeiter brauchen funktionale Arbeitsbereiche und der Kunde muss sich wohlfühlen. Gerade bei Feinkost gehören außerdem Warenkenntnis und die persönliche Beratung zum Einkaufserlebnis.

Wenn all diese Punkte zusammenspielen, entsteht aus einer Verkaufsfläche ein Ort, an dem Einkaufen und Genuss zusammengehören, wie Feinkost Kugler beweisen konnte.“

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